1.200 €
NIMBUS
(*1966)
Ohne Titel
Unikat, Archival Pigment Print auf Arches BFK
Entstehung 2025
Verso von Hand signiert, nummeriert,
Künstlerstempel, Ed. 1/1
Format: 24 x 36 / 30 x 40 cm
EUR 1.200,00
Die Arbeiten von NIMBUS verstehen sich als konzeptionelles Werk. Der Künstler bleibt anonym im Hintergrund und lässt sein Werk für sich stehen, ohne jeglichen Kontext zu seiner Person.
Die digitale Abstraktion von Nimbussen, die einen fotografischen Bildursprung haben, verändert und schafft neue Farben, neue Ebenen, niemals werden die bestehenden Bildkonturen angetastet oder das "Gerüst" verändert. Die so entstandenen Nimbusse vermehren sich evolutionsartig, sie bauen aufeinander auf, stammen voneinander ab.
Nimbusse entstehen nur bedingt absichtsvoll, ihre Komposition folgt aber einer schlüssigen Ordnung und ist ästhetisch motiviert. Die elementare Entscheidung darüber, wann sie "fertig" sind, geschieht aus dem richtigen Augenblick, spontan, und ist unwiderruflich.
Ihre Farben wirken teilweise überirdisch, so, als wären sie in unserem Farbspektrum eigentlich nicht enthalten. Nimbusse sind ihre eigene ästhetische Intelligenz. Die meisten Nimbusse sind angelegt als Unikate - sie werden nur ein einziges Mal gedruckt, "geboren", ein klares Bekenntnis gegen die theoretisch mögliche unendliche Reproduktion ihrer Selbst durch das Bewahren und Nutzen ihrer digitalen DNA. Arbeiten des Künstlers befinden sich bedeutenden Privatsammlungen im In- und Ausland.
"Ein Nimbus entsteht rein digital aus der Fusion von beschädigten Dateien, Artefakten oder Skizzen mit Fotografien. Die Bilder müssen falsch belichtet, unscharf und verwackelt, durch ein Weinglas aufgenommen, sonst wird kein Nimbus daraus. Von 100 Aufnahmen sind vielleicht zwei oder drei geeignet. Ich habe sehr lange gebraucht, um zu lernen, wie ich eineAufnahme exakt falsch belichte, wie unscharf oder verwackelt es sein muss. Ich mache keine Korrekturen oder Retuschen. Ich verwende niemals Effekte oder Filter, nur Layer aus Farben, hell und dunkel. Das sind die Regeln. Ein typischer Nimbus benötigt in der Regel etwa 30 bis 40 Layer. Sie gehen alle aus eine Mutterdatei zurück, die ich seit 20 Jahren verwende. Ich lege keine neuen Dateien an, sondern pflanze die eine fort, so dass immer neue Generationen entstehen. Ein Nimbus ist nicht geplant. Ihm liegt keine gestalterische Absicht zugrunde, er hat keine Botschaft, keine Theorie und keinen Anspruch. Als generativ entstandene digitale Mutationen haben Nimbusse nicht den Auftrag analoge Bilder nachzuahmen oder zu ersetzen.Darum bleibt ihr digitaler Charakter in Form von Pixeln, Farbumbrüchen immer sichtbar, vergleichbar mit dem Pinselstrich der Malerei."